Renaturierung des Unteren Mühlenbachs (2018 und 2019)

In zwei Bauabschnitten hat der Netteverband 2018 und 2019 den Unteren Mühlenbach in Nettetal-Breyell (Onnert) in einen bestehenden Graben verlegt und dort naturnah umgestaltet. Der Mühlenbach fließt nun in einem naturnahen breiten und flachen Profil durch den Wald. Bis auf eine noch umzugestaltende 80 m lange Zwischenstrecke wurde somit mit diesem Projekt, der Verlegung der Mühlenbachmündung im Rahmen des Baus der Fischaufstiegsanlage Ferkensbruch 2013 und der Anlage der Sekundäraue am Quellensee (2014) ein Strahlursprung im Sinne der EG-WRRL auf einer Länge von knapp 1 km realisiert.
 
P Muehlenbach Karte
 
1. Bauabschnitt
Im ersten Bauabschnitt 2018 erneuerte der Netteverband zwei Durchlässe. Dabei handelt es sich um ausreichend breite und für Tiere durchwanderbare Kastenprofile. Der erste Durchlass wurde zur Querung eines Wanderweges im Bereich der neuen Überleitungsstrecke von altem Mühlenbach zum Graben im Wald eingebaut. Der zweite Durchlass ersetzte einen alten Rohrdurchlass. Zudem wurde im direkten Umfeld der neuen Durchlässe der Bachlauf naturnah umgestaltet.
 
P Muehlenbach Durchlass 1 vorher  P Muehlenbach Durchlass 1
Ersatz eines veralteten Rohres (Bild 1) durch einen ökologisch besser passierbaren Durchlass mit Kastenprofil (Bild 2)
 
 
2. Bauabschnitt
2019 wurde in einem zweiten Bauabschnitt der jetzt durch die ehemalige Grabentrasse fließende Mühlenbach innerhalb des Waldes auf ca. 270 m umgestaltet. Dabei wurde ein naturnahes mäandrierendes Gewässerbett mit wechselnden Breiten und flach überströmbaren Bänken geschaffen sowie Totholz eingebaut.
 
P Muehlenbach vor Bau  P Muehlenbach Maeander1
Das Gewässer vor (Bild 1) und nach Bauausführung (Bild 2)
 

Umbau einer rauen Rampe zu einer Sohlgleite unterhalb des Krickenbecker Schlosses (2019)

An der Nette zwischen den Seen Schrolik und Poelvenn (Stadt Nettetal, Kreis Viersen) wurde unterhalb des Krickenbecker Schlosses im Dezember 2019 eine raue Doppelrampe naturnah umgestaltet.

 Nette Rampe Krickenbeck
 
 

Die Rampe mit einer Fallhöhe von ca. 70 cm wurde in eine sehr flache Schüttsteingleite innerhalb des bestehenden Profil umgegebaut, so dass nun auch kleine, auf dem Flussbett lebende Tierarten die Nette hochwandern können. Aufgrund der typischen sommerlichen Niedrigwasserphasen wurde die Gleite so gestaltet, dass sich bei sehr wenig Wasser der Abfluss in einer geschwungenen Rinne bündelt. Zudem sind Ruhezonen geschaffen worden, in denen die Tiere nicht der Hauptströmung ausgesetzt sind.

Herausragende Bedeutung hat dieses Projekt vor allem für die FFH-Fischarten Steinbeißer und Bitterling, die noch beide in der Nette vorkommen. Durch die kleinräumige Maßnahme konnten im Sinne eines Biotopverbundes und ider EG-Wasserrahmenrichtlinie wieder sehr große aquatische Lebensräume miteinander verbunden werden. Die Seen Schrolik und Poelvenn haben eine Größe von 16,5 ha bzw. 22,6 ha Seefläche. Zudem sind nun über 6 km Nette für Fische und andere wasserbewohnende Tiere oberhalb und unterhalb durchwanderbar.

 

Naturnahe Umgestaltung der Nette in Viersen-Boisheim

Der Netteverband hat im Frühjahr 2019 und im August 2020 in insgesamt 3 Wochen die Nette im Bereich Viersen-Boisheim im Rahmen der Gewässerunterhaltung mit eigenem Personal naturnah umgestaltet.
 
P Boisheim Karte
In enger Zusammenarbeit mit dem Kreises Viersen und mehreren privaten Anwohnern konnte nach dem Tornado 2018 zusätzlicher Entwicklungsraum für die Nette gewonnen werden.
 
In einem ersten Abschnitt wurden im März 2019 zunächst auf einer Länge von ca. 140 m Zäune zurückversetzt, wodurch es möglich wurde die Nette aufzuweiten, und das für die naturnahe Gewässerentwicklung so bedeutende Totholz einzubauen.

 

P Boisheim 01  P Boisheim 02  P Boisheim 03
 
Bilder: Der erste Bauabschnitt. Die Nette vor, während und einige Monate nach der Baumaßnahme
 
Fortgesetzt wurden die Arbeiten im August 2020, als auch in dem unterhalb gelegenen Waldstück auf ca. 150 m Länge Aufweitungen des Profils, Uferabflachungen und Totholzeinbau erfolgten.
 
Die Maßnahmen dienen der Umsetzung der rechtlich verpflichtenden Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL).

Renaturierung der Nette südlich von Wachtendonk (Herbst 2018)

Der Netteverband hat die Nette in zwei Bauabschnitten 2018 an insgesamt drei verbandseigenen Uferstreifen renaturiert. Der Gewässerlauf der Nette wurde auf den Uferstreifen so umgestaltet, dass ein naturnahes Gewässerbett entstand. Wesentliche Ziele waren die Erhöhung der Strömungsvielfalt, die Schaffung wechselnder Gewässerbreiten, die Erhöhung von Laufkrümmungen und der Einbau von Totholz. Diese Maßnahmen dienen dazu, wieder mehr naturnahe Lebensräume, wie Schlammbänke oder Kolke, für Fische und kleinere Tiere zu schaffen. Die Abflussleistungen und auch die Höhe der Gewässersohle der Nette wurden durch die Maßnahmen nicht beeinträchtigt oder verändert. Die Gesamtmaßnahme wurde zu 80 % vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert.
 
P Wachtendonk Karte
 
1. Bauabschnitt
Im Frühjahr 2018 baute der Netteverband mit dem eigenen Betrieb in Abstimmung mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV NRW) auf einer Länge von ca. 200 m Totholz in die Nette ein. Aufgrund des LANUV-Pegels Haus Langenfeld begann die Maßnahmen mit einem Abstand von mind. 50 m unterhalb des Pegels. Es wurden Wurzelstubben sehr unterschiedlicher Größe teils am Ufer, teils im Gewässerbett eingebaut und mit Eichenspaltpfählen gesichert. Durch diese natürlichen Störelemente, die selbst auch Lebensraum sind, bilden sich mit der Zeit naturnahe Strukturen wie Kolke und Bänke in der Nette.
 
P Wachtendonk 04 P Wachtendonk 03
Bild 1: Strukturarme und gleichförmige Sohle der Nette vor Durchführung der Maßnahme.
Bild 2: Durch den Einbau von Totholzstubben wird die Strömungsdiversität erhöht.
 
2. Bauabschnitt
Im Sommer 2018 renaturierte der Netteverband die Nette entlang zwei rechtsseitig liegender Uferstreifen, die sich bereits im Verbandseigentum befanden. Dabei nutzte die Planung die wechselnden Breiten der Ufer­streifen optimal. So entstanden neben Gewässeraufweitungen an schmalen Stellen auch große Mäander­bögen mit dem gesamten Formenschatz eines naturnahen Tieflandflusses. Durch den Totholzeinbau werden sich weitere naturnahe Strukturen bilden, so dass eine Vielzahl von neuen Lebensräumen im Fluss durch den Bau geschaffen wurde und zukünftig weiter entwickeln werden. Die Gesamtlänge der umgestalteten Gewässerstrecke beträgt 650 m.
 

 P Wachtendonk 02 P Wachtendonk 01

Bild 3: Erhöhung der Laufkrümmung der Nette durch Anlage eines Mäanderbogens.
Bild 4: Gesicherte Totholzstubben und Pflanzen aus dem alten Flussbhett zur schnelleren Neubsiedlung der umgestallteten Nette.
 
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